Interview: Sascha Gehrer & Phil Sieber von aquascape-aquaristik.de

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Lieber Sascha, lieber Phil, mögt Ihr Euch kurz vorstellen?

Sascha: Mein Name ist Sascha Gehrer, ich bin Jahrgang 1998 und gebürtiger Erfurter, ich bin im öffentlichen Dienst tätig.

Phil: Ich heiße Phil Sieber, ich bin Baujahr 1997 und wurde in Arnstadt bei Erfurt geboren, ich arbeite als Mechatroniker im Bereich Sondermaschinen.

Wie seid Ihr zur Aquaristik gekommen?

Phil: Ich habe mich schon im frühen Kindesalter dafür interessiert, weil mein Vater und mein Onkel Aquarien betrieben. Während der Ausbildung fing ich mit einem Nano-Aquarium an, zwei Jahre später kam ein 50-Liter-Aquarium dazu, durch YouTube erwachte das Interesse an Aquascaping. Ich habe alles, was ich über das Hobby weiß, über das Internet, vor allem YouTube, gelernt.

Sascha: Ich war mit Phil in einer Schulklasse und habe durch ihn das Hobby kennengelernt, damals als absoluter Anfänger.

Seit wann betreibt Ihr die Website aquascape-aquaristik.de und wie entstand die Idee, ein aquaristisches Online-Lexikon zu gestalten?

Phil: Seit August 2020 ist die Website online, wir haben gemeinsam seit Anfang 2020 ausführlich daran gebastelt, es war unser erstes eigenes Websiteprojekt. Zu dieser Zeit gab es wenig verfügbares und seriöses Fachwissen im Internet. Das wenige, was kostenlos verfügbar war, enthielt viel veraltetes Wissen, vor allem im Bereich der Aquarien-Technik.

An welche Zielgruppe richtet sich Euer Angebot und wie viele Menschen schauen im Monat bei Euch vorbei?

Sascha: Die Website richtet sich an Neueinsteiger, die noch keine Ahnung vom Hobby haben. Absolute Dauerbrenner sind Basisthemen wie Algen, einfach weil jeder im Hobby damit zu tun hat. Wir haben im Winter im Schnitt rund 1.300 bis 1.500 Besucher, im Sommer natürlich weniger, weil es sich um ein typisches Winterthema handelt. Die Besucherzahlen steigen von Jahr zu Jahr exponentiell.

Ihr richtet Euch an eine junge Zielgruppe, seid Ihr auch auf Instagram oder TikTok aktiv?

Sascha: Wir wollen Menschen für ein Hobby begeistern, das sich im realen Leben abspielt. Instagram und TikTok haben genau das entgegengesetzte Ziel, sie wollen Menschen durch ihre Algorithmen so lange wie irgendwie möglich an den Bildschirm binden. Wir finden, dass das Thema Aquaristik nicht zu Instagram oder TikTok passt. Zudem arbeiten wir beide im Vollzeit und haben nicht die Energie, neben der Website auch noch jeden Tag Inhalte auf Social Media zu posten.

Wie finanziert sich Euer Angebot?

Phil: Wir finanzieren uns über Werbung, allerdings ohne nervige Pop-ups. Wir arbeiten mit Partnerprogrammen, als Partner haben wir einen bekannten Aquaristik-Shop.

Eure Website ist auffallend schlicht und reduziert gestaltet, welche Strategie steckt dahinter?

Phil: Wir hatten immer das Ziel eine Website zu etablieren, die wir auch selbst gerne besuchen würden. Wir arbeiten leserorientiert, wollen transparent sein und einen echten Mehrwert bieten, es gibt zu viele Online-Angebote, die nur auf schnelle Abzocke abzielen. Unsere Mottos: Qualität setzt sich durch und weniger ist mehr.

Ihr geht beide einem Vollzeit-Job nach, was motiviert Euch, in Eurer Freizeit so viel Herzblut und Zeit in aquascape-aquaristik.de zu stecken?

Phil: Es ist ganz einfach unser Hobby, so wie andere Fußballspielen oder Radfahren. Es macht Spaß und unsere vielen Leser und ihr positives Feedback motiviert uns.

Sascha: Es ist ja ein Lexikon und es ist cool zu schauen, wie es immer weiter wächst und kompletter wird.

Der VDA will mehr junge Menschen für sich begeistern, welchen Tipp habt Ihr für den Verband?

Phil: Ich würde vorschlagen, dass der VDA verstärkt aquaristische YouTuber und Blogger unterstützen sollte. Diese visuellen Medien spielen im Leben jüngerer Leute eine große Rolle, hier kann man sie gut erreichen.

Abschlussfrage, wo seht Ihr aquascape-aquaristik.de in den nächsten Jahren?

Phil: Wir streben an, unsere Wissenssammlung weiter zu komplettieren. Wir wollen wachsen und noch anwenderfreundlicher werden.

Sascha: Es wäre toll, die Seite in Zukunft noch in einer anderen Sprache anzubieten.

Foto: Sascha Gehrer & Phil Sieber

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