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3 Min. Lesezeit von VDA online 1521 Mal gelesen

Der VDA fragt

Wie steht Ihre Partei zur Forderungen nach Positiv- oder Negativlisten für die Haltung von Aquarien- und Terrarientieren?

Die SPD plant keine Einführung einer Positiv- oder Negativliste.

Der VDA fragt

Wie bewertet Ihre Partei die Forderung einer Meldepflicht für Heimtiere?

Eine bundeseinheitliche digitale Datenbank für geschützte (CITES)-Arten sollte zusammen mit den Bundesländern erreicht werden. So ließen sich die Meldedaten zentral erfassen und der Handel besser kontrollieren.

Der VDA fragt

Wie steht Ihre Partei zu der Forderung nach einem europäischen „Lacey Act“?

Das Bundesumweltministerium hat sich im Dezember 2020 bei der Europäischen Kommission dafür eingesetzt, dass in den neuen Aktionsplan der EU zur Bekämpfung des illegalen Artenhandels ein europaweiter „Lacey Act“ aufgenommen werden soll. Die SPD unterstützt diese Position gemeinsam mit CDU/CSU in ihrem Bundestags-Antrag 19/24645 deutlich. Eine solche Gesetzgebung würde einen erheblichen Beitrag leisten bei der weiteren Beschränkung des Handels auch mit gefährdeten und national geschützten Arten. Bislang scheitert dies jedoch leider am Widerstand anderer EU-Mitgliedstaaten und der Kommission.

Der VDA fragt

Wie bewertet Ihre Partei die Relevanz von Ex-situ- Erhaltungszuchten bedrohter Wirbellosen, Fische, Amphibien und Reptilien bei privaten Halterinnen und Haltern? Sehen Sie ggf. Möglichkeiten zur Stärkung dieses privaten Engagements angesichts der Bedrohung durch das globale Artensterben?

Die legalen Ex-situ-Erhaltungszuchten von bedrohten Wirbellosen, Fischen, Amphibien und Reptilien durch private fachkundige Halter sind wichtig für den Erhalt einzelner Arten. Der Handel mit Nachzuchten trägt auch dazu bei, den Druck auf die Arten in den Herkunftsländern zu reduzieren.

Der VDA fragt

Wie bewertet Ihre Partei die Relevanz nachhaltiger Wildentnahmen, beispielsweise den Zierfischfang im Bereich des Rio Negro, im Hinblick auf die Stärkung und Weiterentwicklung einer nachhaltigen lokalen Wirtschaft?

Wildtierentnahmen sind für uns nur relevant für wissenschaftliche Zwecke oder zum Erhalt der Art Ex-situ. Die Wildtierentnahme sollte legal und vom Fang über den Transport nachhaltig sein und unabhängig überprüft

werden. Wichtig ist, dass die Wertschöpfung auch wirklich bei den Menschen vor Ort ankommt und einen Beitrag zur Stärkung der nachhaltigen regionalen Wirtschaft leistet.

Der VDA fragt

Würde Ihre Partei Bemühungen für eine Zertifizierung eines kontrolliert nachhaltigen Zierfischfangs und – handels unterstützen?

Zertifizierungen sind leider nicht immer ein Garant für nachhaltiges Wirtschaften. vor allem in Ländern ohne funktionierenden Rechtsstaat hat sich gezeigt, dass die Kriterien der Label oftmals nicht eingehalten

werden. Eine Zertifizierung des Zierfischfangs und –handels müsste anspruchsvolle Kriterien genügen und unabhängig kontrolliert werden.

Der VDA fragt

Wie bewertet Ihre Partei die Halterbörsen regionaler Aquarien- und Terrarienvereine, auf denen Nachzuchten der jeweiligen Halterinnen und Halter angeboten werden?

Gegen regionale Halterbörsen, auf denen Nachzuchten angeboten werden und die die Tier- und Artenschutzkriterien einhalten, haben wir nichts einzuwenden.

Der VDA fragt

Wie stehen Sie zum Umgang mit invasiven Arten, insbesondere solchen, die nur in einigen Gebieten der EU überdauern und sich ausbreiten können, in Deutschland aber nicht?

Die invasiven Arten werden EU-weit festgelegt und jeder EU-Mitgliedstaat ist verpflichtet, die invasiven Arten in seinem Land so weit wie möglich zu bekämpfen, um eine Ausbreitung in Nachbarstaaten möglichst zu verhindern.

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