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Mögliche Gas-Rationierung bedroht Heimtierhaltung

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Intensiv wird derzeit in Politik und Medien über eine mögliche Gas- Ratinionierung infolge eines denkbaren Lieferstopps durch Russland diskutiert. Ende Juni schalteten sich auch die Unternehmen und Verbände der Heimtierbranche in die Debatte ein und äußerten ihre große Besorgnis, denn die Herstellung von Fertignahrung für Tiere ist fast ausnahmslos vom Energieträger Gas abhängig, gesetzliche Vorgaben schreiben eine hohe Erhitzung der Rohstoffe in der Produktion vor. In einem gemeinsamen Brief riefen die Unternehmen und Verbände die Bundesnetzagentur und die zuständigen Ministerien dazu auf, die Heimtierbranche als kritische Infrastruktur einzustufen. Jens Crueger vertritt als Präsident des Verbands Deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde gegründet 1911 e. V. (VDA) die Interessen von über 17.000 Vivaristinnen und Vivaristen in Deutschland, der VDA ist der älteste und größte Verband für Aquarianer und Terrarianer weltweit. Crueger sagt zu den Folgen einer möglichen Gas-Rationierung: „In 47 Prozent der Haushalte in Deutschland leben ein oder mehrere Haustiere. Egal ob Fisch, Schlange, Hund, Katze oder Meerschweinchen – Haustiere sind ein wichtiger Teil des Lebens ihrer Halterinnen und Halter, sorgen für kleine Auszeiten im anspruchsvollen Alltag, vermitteln Verantwortung für die Natur und wecken Interesse am Artenschutz. Die Politik muss die Heimtierbranche als systemrelevant anerkennen, auch weil der Tierschutz in Artikel 20a des Grundgesetzes verfassungsrechtlich verankert ist. Im Falle einer Rationierung würden knapp 70 Prozent des Heimtierfutters in Deutschland fehlen, unser Hobby wäre von einem auf den anderen Tag vom Aussterben bedroht.“ Crueger warnt: „Da wir Tierhalterinnen und Tierhalter unsere Schützlinge weiter artgerecht halten und auch nicht verhungern lassen wollen, ist eine sachgerechte Haltung nach wie vor unumgänglich. Während Energiebezug laut Expertenmeinung sich deutlich erhöhen und die daraus entstehenden Mehrkosten zähneknirschend getragen werden müssen, sieht es bei der

Ernährung der uns in Obhut gegebenen Tiere ganz anders aus. Hier wird notgedrungen auf Self-Made-Futter auszuweichen sein, was bei unsachgemäßer Zubereitung bei einigen Tierarten zu dauerhaften Gesundheitsschäden führen wird.“

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