Aquarien- und Terrarienfreunde Lübeck im Radio: Ein starkes Beispiel für Vereinsöffentlichkeit

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Wenn sich rund 250 VDA-Vereine in der Öffentlichkeit präsentieren, entsteht ein großer Mehrwert für das gesamte Hobby. Radio- und Zeitungsinterviews ermöglichen es, die Faszination der Aquaristik und Terraristik einem breiten Publikum näherzubringen. Gleichzeitig zeigen solche Auftritte, wie bedeutend die Vereine für Wissensaustausch, gute Haltungsbedingungen und verantwortungsvolle Tierpflege sind. Jede Medienpräsenz macht sichtbar, wie lebendig die Vereinslandschaft ist, wie viel Expertise in ihr steckt und wie sehr dieses Hobby Menschen begeistern kann. Außerdem erreichen Vereine auf diesem Weg auch Menschen, die sonst nie zu ihnen gefunden hätten – ein wichtiger Baustein für Nachwuchs und Mitgliedergewinnung. Ein besonders gelungenes Beispiel dafür liefert der Radioauftritt der Aquarien- und Terrarienfreunde Lübeck von 1920 e.V. bei Radio Lübeck. Moderator Timo Kempinski begrüßte im Studio die beiden Vereinsvertreter Olaf Stoppel und Klaas Sasse, die mit Leidenschaft und Erfahrung über das Vereinsleben berichteten.

Ein Traditionsverein, modern präsentiert

Die Aquarien- und Terrarienfreunde Lübeck gehören zu den ältesten und aktivsten Aquaristikvereinen Norddeutschlands. Seit mehr als 100 Jahren begleiten sie Menschen, die sich für naturnahe Lebensräume, Fische und Terrarientiere begeistern. Im Interview erklärten Olaf und Klaas, wie vielfältig die Vereinsarbeit ist und warum persönliche Kontakte heute besonders wichtig sind. Olaf machte früh deutlich, dass der Verein ein breites Spektrum abdeckt: „Der Verein ist ziemlich allgemein. Es gibt verschiedene Arten von Fischen – wie bei Hunden verschiedene Rassen – und wir bieten einfach an, dass wir die allgemeinen Basics vermitteln können.“ Er beschrieb die abwechslungsreichen Vereinsabende: „Wir haben regelmäßig Referenten, die Vorträge halten. Manchmal geht es speziell um eine Art, manchmal ziemlich allgemein – über Lebendfutter, Filtertechnik und vieles mehr. Da ist für jeden immer irgendwas dabei.“ Schon in diesen ersten Minuten zeigte sich: Die Lübecker präsentieren ihr Wissen nicht abstrakt, sondern verständlich und alltagsnah – ein wesentlicher Grund, warum das Interview so gut funktionierte.

Hilfestellung, Wissen und gelebte Gemeinschaft

Besonders eindrucksvoll war die Betonung des gemeinschaftlichen Austauschs. Klaas erklärte, „dass die Aquaristik vom Austausch lebt“, egal ob es um Erfahrungen oder besondere Tierarten geht. Er erzählte, dass er seit rund 35 Jahren Aquaristik betreibt und in dieser Zeit „80 Prozent der Läden, die es hier mal gab“, geschlossen haben. Dadurch gebe es für viele Aquarianer kaum noch Anlaufstellen. „Um richtig starten zu können, um diese Faszination zu erleben und Tiere in naturnahen Lebensräumen zu beobachten, ist der Verein die richtige Anlaufstelle.“ Für viele Hörerinnen und Hörer dürfte überraschend gewesen sein, dass Aquaristik nicht zwangsläufig teuer sein muss. Olaf erklärte, ein Becken könne man „so betreiben, dass es fünf bis sechs Euro im Monat kostet“. Steigende Energiepreise seien zwar ein Thema, aber „ein Aquarium ist kein Energiepreisfresser“. Gerade diese praxisnahen Einordnungen vermitteln Menschen Sicherheit – und genau das macht Vereine heute so wichtig. Im Interview zeigten Olaf und Klaas auch, wie leicht der erste Schritt in den Verein ist. Sie nannten Website, Facebook und Mailadresse, aber betonten, dass ein persönliches Gespräch oft am einfachsten ist: „Man muss uns nur ansprechen. Bei den Börsen liegen unsere Termine aus, und im Eingangsbereich ist immer jemand vom Verein.“ Diese Offenheit prägt das Vereinsleben seit Jahrzehnten. Ein großer Teil des Interviews drehte sich um die beliebten Fischbörsen des Vereins. Klaas betonte die enorme Vielfalt: „Dort sind sehr viele Züchter, die ihre Fische zum Verkauf stellen. Eine riesengroße Auswahl, wie man sie im Zoofachhandel kaum bekommt.“ Der Vorteil sei die direkte Beratung durch regionale Züchter, „die ihre Tiere selbst pflegen und züchten“.

Ein Vorbild für die Vereinslandschaft

VDA-Präsident Jens Crueger fasst die Bedeutung dieses Radioauftritts treffend zusammen: „Das Interview machte eindrucksvoll sichtbar, wie engagiert der Lübecker Verein arbeitet, welche Bedeutung er in der Region hat und wie er Menschen für die Aquaristik begeistert. Öffentlichkeitsarbeit lohnt sich. Sie zeigt: Vereine sind lebendig, fachkundig, offen für neue Mitglieder und ein zentraler Bestandteil der deutschen Aquaristik- und Terraristiklandschaft.“

Was andere Vereine daraus lernen können – 7 praktische Tipps für gelungene Medienauftritte

Der Lübecker Radioauftritt zeigt mustergültig, wie Vereine sich positiv in der Öffentlichkeit präsentieren können. Diese Punkte lassen sich leicht auf andere VDA-Vereine übertragen:

1. Verständliche Sprache statt Fachchinesisch

Olaf und Klaas erklärten komplizierte Themen – etwa Filtertechnik oder Energieverbrauch – in einfachen Worten. Das schafft Vertrauen und wirkt einladend.

2. Persönliche Geschichten einbauen

Wenn Klaas erzählt, dass er seit 35 Jahren Aquaristik betreibt und viele Läden verschwunden sind, entsteht Nähe und Authentizität.

3. Vorurteile offen ansprechen

Die Lübecker sprechen aktiv über Kosten und erklären, warum ein Aquarium nicht teuer sein muss. Wer Vorurteile entkräftet, senkt Hemmschwellen.

4. Freude und Leidenschaft hörbar machen

Die Begeisterung der beiden für ihr Hobby war im ganzen Interview spürbar – Enthusiasmus wirkt ansteckend.

5. Ganz konkrete Angebote nennen

Webseite, Mailadresse, Börsentermine: Wer sagt, wie man den Verein erreicht, fördert direkt neue Kontakte.

6. Die Stärke von Vereinen hervorheben

Die Lübecker zeigten, wie wertvoll Austausch, Beratung und Gemeinschaft sind – genau das, was Vereine einzigartig macht.

7. Veranstaltungen positiv ins Licht rücken

Die Beschreibungen der Fischbörsen machten Lust aufs Mitmachen. Medienauftritte sind perfekte Gelegenheiten, solche Highlights vorzustellen.

Textautor:
Nicolas von Lettow-Vorbeck M.A. 
VDA-Referatsleiter Medien
Pressekontakt:
Telefon: +49 157 88691949 
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