Wie jedes Jahr fand auch vor kurzem wieder ein parlamentarischer Abend des ZZF in Berlin statt. Unser Politsicher Sprecher Dr. Peter Sound vertrat den VDA in Berlin. Mit Silvia Breher, MdB Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) vielen anderen Bundestagabgeordneten und eine prominent besetzen Gästerunde war ein interessanter Abend vorprogrammiert.
Den Auftakt machte der Präsident des ZZF Norbert Holthenrich mit einem Vortrag zur Bedeutung der Heimtiere für die Gesellschaft. Er zeigte wie viele Menschen in Deutschland Tiere halten und wie viel diese Menschen für ihre Heimtiere investieren. Rund die Hälfte der Bewohner Deutschlands halten Heimtiere. Millionen nennen ein Aquarium oder Terrarium ihr Eigen und geben dafür viele Millionen Euro im Jahr aus. Dies erzeugt eine Wertschöpfungskette die ein Wirtschaftsfaktor ist und nebenbei Arbeitsplätze generiert. Auch sind Heimtiere ein Faktor für die menschliche Gesundheit. Auch das haben viele Studien erwiesen.

Leider wird die Heimtierhaltung immer mehr durch politische Vorgaben gegängelt. Dies war auch Thema der anschließenden Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Kurt Kotrschal, Verhaltensbiologe, Evolutionsforscher und Autor, Julia von Gablenz, Regional President Europe & Middle East bei Zoetis und Vorsitzende des Bundesverbands für Tiergesundheit, Dr. Holger Vogel, Präsident der Bundestierärztekammer und Amtstierarzt, Heike Mundt, Gründerin und Geschäftsführerin des Papageienparks Bochum und Moderatorin Anje Schreiber. Es wurde sehr viel über Sinn und Notwendigkeit von Tierauffangstationen, Wildtiertransporten und Sachkundennachweisen diskutiert. Aus dem Publikum durften anschließend Fragen und Statements gestellt bzw. gemacht werden.
Dr. Peter Sound betonte in seinem Beitrag, dass die überwiegende Mehrheit der Aquarianer und Terrarianer sich sehr um das Wohlergehen ihre Schützlinge sorgen und es wie aber wie überall in der Gesellschaft einige wenige schwarze Schafe gibt. Dennoch muss man die positive Wirkung dieser Bürger beim Artenschutz, beim Tierschutz und beim gesellschaftlichen Zusammenhalt sehen. Die Politik hat die Verantwortung diese Menschen zu unterstützen. Deswegen muss es aus der Politik weniger Verbote und mehr Angebote für die Tierhalter geben.
