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15-Jähriger schreibt für vda-aktuell – Interview mit Leandro Bergmann

Lesezeit: 3 Minuten

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In der aktuellen Ausgabe von vda-aktuell (Heft 1/2023) findet sich ein neuer Autorenname: Leandro Bergmann. Der Neuzugang für unser Verbandsmagazin ist erst 15 Jahre alt und doch schon ein alter Hase in der vivaristischen Szene.

Lieber Leandro, magst Du Dich kurz vorstellen?

Ich heiße Leandro Bergmann, bin 15 Jahre alt und komme aus Coburg. Ich gehe in die zehnte Klasse eines Gymnasiums. Neben der Vivaristik sind meine Hobbys Radfahren und Naturfotografie.

Seit wann interessierst Du Dich für die Vivaristik?

Die Terraristik finde ich schon seit der ersten Klasse faszinierend. Meine Oma hat mir die Natur vor der Haustüre erklärt und schließlich wollte ich die Tiere dann auch zu Hause halten. Mit sieben Jahren habe ich mir eine Gruppe Chinesischer Rotbauchunken zugelegt. Die Aquaristik mache ich seit zwei Jahren, ich kam durch unseren Schulzoo auf das Thema. An unserer Schule kümmere ich mich um einige Standardarten im Aquarium wie den Roten Neon. Ich finde beides gut, habe aber in der Terraristik deutlich mehr Erfahrung.

Und wie bist Du zum VDA gekommen?

Im August 2022 habe ich ein bisschen auf VDA-online gestöbert und Peter Baecker per Mail angeschrieben. Er hat mir eine Ausgabe von vda-aktuell geschickt und ich war so begeistert, dass ich sofort für das Heft schreiben wollte. Peter war glücklicherweise einverstanden.

Seit wann schreibst Du vivaristische Fachartikel?

Meine erste Publikation war letzten Sommer in der REPTILIA. Zwei Artikel wurden dort veröffentlicht: einer über Unken generell und einer über die Chinesische Rotbauchunke. Im Herbst 2022 erschienen ein Text von mir in der AMAZONAS, im Januar 2023 folgte eine Veröffentlichung in der DATZ. Außerdem habe ich auch schon für ein englisches und ein ukrainisches Magazin geschrieben.

Hat jemand komisch reagiert, weil Du noch so jung bist?

Ehrlich gesagt haben die meisten nicht gewusst, dass ich erst 15 Jahre alt bin. Als es später herauskam, waren sie doch sehr überrascht, gestört hat es aber keinen.

Welche Rolle spielen die Sozialen Medien für Dein Hobby?

Ich nutze Instagram und poste dort auch. Mein Account heißt bombina.world – für Facebook bin ich zu jung. TikTok mache ich nicht, weil ich mich dort zu sehr ablenken würde. Ich will fokussiert bleiben.

Der VDA möchte jünger werden. Welche Tipps hättest Du für den Verband, um mehr Mitglieder aus Deiner Generation zu gewinnen?

Die Frage ist echt schwierig. Ich denke, dass die Sozialen Medien eine gute Idee sind, aber ich bezweifle, dass man auf diesem Wege tatsächlich zahlende und engagierte Mitglieder für den VDA generiert. In meinem eigenen Umfeld gibt es nur drei andere Jugendliche, die auch ein Aquarium haben und selbst dort sind die Eltern eigentlich die treibende Kraft. Die meisten Jugendlichen können mit einem Hund viel mehr anfangen als mit Fischen, Reptilien oder Amphibien. Grundschulkinder finden die Vivaristik generell spannender, Teenager eher nicht. Die Vivaristik hat unter Jugendlichen einen geringen Coolnessfaktor, ich stehe aber über solchen Dingen.

Auf welche Projekte freust Du Dich in diesem Jahr?

Mit etwas Glück kommt mein Buch über die Gelbbauchunke noch 2023 heraus, ich habe es zusammen mit Markus Harzdorf geschrieben. Außerdem möchte ich in Zukunft Schmetterlingsbuntbarsche halten und mich weiterhin im Bereich Citizen Conservation engagieren. Im April halte ich zudem meinen ersten Vortrag. Es geht um Unken, ich halte ihn bei der DGHT in Nürnberg.

Abschlussfrage, wo siehst Du Dich selbst in zehn Jahren?

Da sitze ich an der Uni und studiere in Richtung Lehramt, bevorzugt Biologie. Ich möchte die Vivaristik unbedingt als Hobby fortführen!

Text: Nicolas von Lettow-Vorbeck
Foto: Leandro Bergmann

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