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VDA kritisiert Antrag von DIE LINKE: „Corona als Vorwand für falsche Biodiversitätspolitik“

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Die Bundestagsfraktion DIE LINKE stellt in einem Antrag vom 30.06.2020 (Drs. 19/20551; https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/205/1920551.pdf) verschiedene wild- und heimtierpolitische Forderungen, die sie primär mit der Gefahr der Krankheitsübertragung vom Tier auf den Menschen (Zoonosen) begründet.

Der Verband Deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde VDA stellt dazu fest: Aus der veterinärmedizinischen Forschung kennen wir sehr gut das Risiko von Krankheitsübertragungen bei Fischen, Amphibien, Reptilien und Wirbellosen (vgl. dazu https://www.zoonosen.net/sites…xotischer%20Heimtiere.pdf). Die potentielle Ansteckungsgefahr für den Menschen kann demzufolge -zum Glück- als gering eingeschätzt werden, was mit der weit entfernten Verwandtschaft dieser Tiere zu uns Menschen zusammenhängt. Wir als Verband tun obendrein vieles dafür, die Sachkunde der Halterinnen und Halter zu steigern und damit jegliche Risiken, die aus einem unsachgemäßen Umgang mit den Tieren resultieren könnten, zu minimieren.

Es ist sehr durchsichtig, dass DIE LINKE in ihrem Antrag ohne wissenschaftliche Belege nun Ängste schürt und gegen die private Haltung nicht heimischer Tiere wie Fische, Amphibien, Reptilien und Wirbellose agitiert. Damit schadet sie zugleich dem Ziel, durch Erhaltungszucht bedrohte Arten vor dem Aussterben zu retten – denn genau dafür engagieren sich viele private Halterinnen und Halter, ohne die ein solches Vorhaben niemals gelingen könnte.

VDA-Präsident Jens Crueger kommentiert: „Corona wird in diesem Antrag von DIE LINKE als Vorwand genutzt, um alte politische Forderungen aufzuwärmen, aber falsch und kontraproduktiv bleiben diese Forderungen dennoch. Die Erhaltungszucht unzähliger Fische, Amphibien, Reptilien und Wirbellose gelingt nur, wenn möglichst viele kompetente Aquarianer und Terrarianer daran aktiv mitwirken. Solche private Haltung gehört gestärkt, und nicht mit fadenscheinigen Argumenten verteufelt.“

Der VDA weist in diesem Zusammenhang außerdem auf den Mückenatlas hin, für dessen Datensammlung viele Aquarianer und Terrarianer bereits Informationen aus den Gewässern ihrer Umgebung beigesteuert haben (https://mueckenatlas.com). Mücken sind hierzulande angesichts des Klimawandels eine zunehmende Gefahr als Übertragungsweg tropischer Krankheiten.

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