Kölner Aquarienverein: Loricariidae abseits des Mainstreams, Zur Reproduktion von Dekeyseria, Lasiancistrus und Pseudolithoxus, Vortrag von Dr. Jost Borcherding, Kalkar-Appeldorn

Vortrag
Schützenheim, Dünnwalder Mauspfad 436, 51069 Köln
Am März 14, 2024
Start: 20:00
Ende März 14, 2024
Ende: 22:00
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Verein Kölner Aquarien- und Terrarienfreunde gegr. 1946 e.V.

Termine Beschreibung

Durch moderne molekulargenetische Analysen ist unser Verständnis zur Systematik und zu den Verwandtschaftsbeziehungen innerhalb der Familie der Loricariidae in den letzten Jahren stetig gewachsen. Innerhalb der Unterfamilie Hypostominae ist die Artengruppe der Ancistrini sehr artenreich, insbesondere weil hier die viele hundert Arten umfassende Gattung Ancistrus enthalten ist.

Ein Merkmal in der Reproduktion der Gattung Ancistrus ist die intensive Brutpflege der Männchen, die über den Schlupf der jungen Larven hinaus noch einige Tage andauern kann, häufig bis der Dottersack weitestgehend aufgebraucht ist. Dies ist bei den folgenden Gattungen, die ebenfalls zu den Ancistrini gezählt werden, völlig anders. Hier verlassen die gerade geschlüpften Larven sofort die Bruthöhle, ich bezeichne sie als „Nestflüchter“.

Im Hauptteil meines Vortrages werde ich die Reproduktion der drei Gattungen Dekeyseria, Lasiancistrus und Pseudolithoxus beschreiben, wie ich sie in den letzten Jahren bei mir in den Aquarien beobachten konnte.  

Aus der Gattung Dekeyseria, die aktuell mit vier Arten im zentralen Orinoco/Amazonas-Becken beschrieben ist, scheint D. picta (ehemals L52/L168) am weitesten im Hobby verbreitet zu sein. Seltener findet man Arten aus der Gattung Lasiancistrus in unseren Becken.

Diese Gattung ist mit 7 beschriebenen sowie weiteren 13 unbeschriebenen Arten deutlich größer und ihr Verbreitungsgebiet scheint sich eher rund um das zentrale Amazonasbecken zu gruppieren. Die Gattung Pseudolithoxus kommt wiederum eher im zentralen Amazonasbecken mit 6 beschriebenen und 2 unbeschriebenen Arten vor. Alle Arten dieser Gattungen ist gemein, neben der direkten Flucht der jungen Larven aus der Bruthöhle nach dem Schlupf, dass die Bruthöhlen in meinen Aquarien immer in Spalten angelegt waren. Des Weiteren benötigen diese Arten ein reichhaltiges Angebot an Holz und weiteren organischen Materialien wie Blättern in den Zuchtbecken, was insbesondere für die Aufzucht der Jungtiere gilt.

Der Vortrag schließt mit einigen grundsätzlichen Empfehlungen zur Zucht und Vermehrung dieser interessanten Arten im Aquarium.

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