Grüne Woche 2024: VDA-Stand präsentiert mehr als 60 Aquarien und Terrarien

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Vorgestern wurde die Grüne Woche 2024 eröffnet. Noch bis zum 28. Januar präsentieren sich in Berlin 1.400 Aussteller aus 61 Ländern auf einer Bruttofläche von 118.000 Quadratmetern. Rund 300.000 Besucherinnen und Besucher werden erwartet, die meisten von ihnen werden hoffentlich den Weg zum VDA-Stand finden und so mit unserem Verband in Kontakt kommen.

Faszination Tierhaltung aus erster Hand erleben

Die Messe bietet ein vielfältiges Angebot rund um das Thema Tier, es wird in den Hallen 25 und 26 gezeigt. Etwa 5.000 lebende Tiere befinden sich auf der Grünen Woche. In der riesigen Halle 25 präsentieren sich landwirtschaftlichen Nutztiere in einer großen Arena. Die verschiedenen Tierarten werden dreimal täglich intensiv vorgestellt und erklärt, egal ob Rind, Esel, Muli, Pferd, Schaf oder Ziege. In Halle 26 ist die Erlebniswelt Heimtiere, hier geht es um die private Tierhaltung. Interessierte können mit Züchtern und Fachleuten ins Gespräch kommen und sich so Tipps zur artgerechten Haltung und Fütterung von Haustieren holen. Besonders beliebt sind die regelmäßigen Hundevorführungen und die Präsentationen von Rassekatzen, direkt gegenüber befindet sich der VDA-Stand.

Interesse auch von der Politik

Gezeigt werden über 60 verschiedene Aquarien und Terrarien, der VDA-Stand wird gemeinsam mit der DCG (Region Berlin-Brandenburg), BerlinSpinnen, den Aquarienfreunden Tegel und dem Insektenkeller Berlin betrieben. Möglich wird der Auftritt unseres Verbands dank des großzügigen Sponsorings durch JBL, EHEIM, LEDaquaristik, Aquarium Münster und der Regenwaldzentrale. Geboten wird die ganze Vielfalt des Hobbys: Wasserkrabben, Riesenschrecken, eine drei Meter lange Kaiserboa, Skorpione, Feuerbauchmolche, Rotbauchunken, Schützenfische… VDA-Justiziar Florian Lahrmann hatte am 20. Januar Standdienst und kam mit vielen Menschen ins Gespräch, sein Fazit lautet: „Ich habe zwei Becken beigesteuert. Der Stand ist riesengroß und vielfältig, einfach gut! Mein Ziel war es, ein paar Politiker an den Stand zu locken. Dieter Stier ist freundlicherweise meiner spontanen Einladung gefolgt und hat heute unseren Stand besucht. Stier sitzt für die CDU im Bundestagsausschuss für Ernährung und Landwirtschaft, er ist damit auch der für Heimtiere zuständige Fachpolitiker. Der schönste Fisch der Show ist für mich Ophtalmotilapia nasuta aus dem Tanganjikasee, den würde ich gerne mitnehmen.“ 

Schwierige Aufbaubedingungen

Kerstin Ross vom Insektenkeller Berlin blickt bereits auf zwei volle Messetage zurück, sie meint: „Das Publikum scheint begeistert und auch wir hier am Stand verstehen uns sehr gut. Ich war beim dreitägigen Aufbau dabei, die äußeren Umstände seitens der Messe hatten leider deutliche Mängel… Die Tiere mussten bereits beim Aufbau alle am Stand sein. Leider waren zu diesem Zeitpunkt noch alle Türen und Tore offen, weil die anderen Aussteller ebenfalls aufgebaut haben. Dementsprechend entsprach die Hallentemperatur in etwa der Außentemperatur, die Hallen waren zudem nicht beheizt. Es war eiskalt und wir haben uns dann mit eigenen kleinen Heizungen ausgeholfen. Vor der Eröffnung kam dann der Tierarzt, der den Stand erfolgreich abgenommen hat.“ 

Artenschutz zum Anfassen

VDA-Datenschutzbeauftragter Alexander Ratzmann ist die treibende Kraft hinter dem VDA-Stand. Nach einigen Nächten mit sehr wenig Schlaf, ist er total glücklich, dass der Stand am ersten Wochenende regelrecht überrannt wird. Ratzmann: „Das Feedback seitens der Besucher ist toll, sie bezeichnen unseren Stand als sehr homogen und interessant. Wir haben schon Komplimente in vielen verschiedenen Sprachen bekommen, leider gab es große Kommunikationsprobleme seitens der Messe. Jeder kann sehen, dass wir beim VDA lieben, was wir machen. Die Liebe zum Tier und zur Natur treibt uns an. Mir ist sehr wichtig, dass die Aquaristik und Terraristik stärker als Einheit wahrgenommen wird. Wir haben eine super Lage in der Halle, alle müssen bei uns vorbei, wir sind der Start- und Endpunkt jeden Bummels durch die Heimtierhalle. Ich versuche allen Besucherinnen und Besuchern zu erklären, dass es beim VDA nicht nur um Tierhaltung, sondern auch um Artenschutz und -erhaltung geht. Deshalb zeigen wir hier am Stand vermehrt besonders seltene und schützenswerte Arten, wir wollen das komplexe Thema begreifbar machen. Manchmal gibt es auch unerfreuliche Momente… Wir haben bereits eine Anzeige bei der Artenschutzbehörde bekommen, angeblich wären unsere Tiere nicht angemeldet. Die Behörde war dann da, hat alles kontrolliert und konnte nur feststellen, dass wir bestens informiert und vorbereitet sind.“ 

Viel Leidenschaft, viel Teamarbeit

Um den VDA-Stand zu realisieren, bedurfte es neben vivaristischem Fachwissen auch jede Menge handwerkliches Know-how. Alexander Ratzmann steckte viele Freunde mit seiner Begeisterung für den VDA an. Obwohl sie kaum Bezüge zur Aquaristik oder Terraristik haben, opferten sie ein Wochenende und packten an. Einer von ihnen ist Christian Dudy, er sagt: „Alex ist mein Kumpel und ich habe gerne für ihn die Elektrik am Stand gemacht. Bei ihm hängt das Herz daran, dass ist ihm sehr wichtig, da helfe ich gerne. Insgesamt habe ich um die 22 Arbeitsstunden investiert, auch beim Aussägen und Einräumen habe ich geholfen.“ Dirk Burneleit hat ebenfalls geholfen, er führte alle Sägearbeiten für die Ausschnitte der Terrarien durch, auch die Lieferfahrten hat er übernommen. Seine Motivation: „Ich wollte einfach meinem Freund helfen. Ich komme vom Bau, es hat auch ein bisschen Spaß gemacht, 20 Arbeitsstunden waren es. Früher hatte ich mal ein Aquarium, aber das ist lange her.“

Text: Nicolas von Lettow-Vorbeck

Fotos: Nicolas von Lettow-Vorbeck

Textautor:
Nicolas von Lettow-Vorbeck M.A. 
VDA-Referatsleiter Medien
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