Erfahrung, die weiterhilft

Hobbywissen aus der Gemeinschaft

Informationen zu Aquaristik und Terraristik – von der Sachkunde bis zum Austausch mit spezialisierten Fachleuten.

Fachlich vernetzt

Arbeitskreise für besondere Interessen.

Vor Ort verbunden

Dein Hobby hat eine Adresse

Vereinsabende, Börsen, Ausstellungen und erfahrene Ansprechpartner – überall in Deutschland.

Schon einen Verein gefunden?

Werde Teil der Gemeinschaft.

Was ist los?

Treffen, tauschen und dazulernen

Von der regionalen Börse bis zum Verbandstag: aktuelle Veranstaltungen aus der VDA-Gemeinschaft.

Auf dem Laufenden

Nachrichten aus der Vivaristik

Verbandsnachrichten, Fachbeiträge und das Magazin „VDA aktuell“ an einem Ort.

Magazin und Newsletter

Ausgabe 2/2026

Die neue „VDA aktuell“ ist da.

Seit 1911

Eine starke Stimme für das Hobby

Der VDA verbindet Vereine, bündelt Fachwissen und vertritt die Interessen verantwortungsvoller Tierhalter.

Kontakt und Engagement

Verbandstag 2026

Mehr Offenheit und mehr Wirkung.

Aquarium und Gesundheit

Was das Aquarium mit der Gesundheit macht

Seit Jahrzehnten heißt es, Aquaristik entspanne, baue Stress ab und schaffe Inseln der Ruhe im hektischen Alltag. Nur ein Bauchgefühl? Die Wissenschaft sucht seit einigen Jahren nach Antworten, und die Ergebnisse der letzten Jahre überraschen.

Die Studie aus Plymouth

Eine Forschungsumgebung im Wandel

Ein Team um zwei Psychologinnen der britischen Plymouth University untersuchte Besucher vor einem 550.000-Liter-Becken im National Marine Aquarium. Das Becken wurde während der Studie gerade neu bestückt, über zehn Monate hinweg.

Zuerst maßen die Forscher, wie lange 112 zufällig ausgewählte Personen das Becken betrachteten: erst nur mit Algen und Meerwasser, dann mit den ersten Fischen, am Ende mit 24 Arten. Im zweiten Teil beobachteten sie 84 Personen in diesen drei Phasen, maßen Blutdruck und Puls und ließen Fragebögen zum seelischen Wohlbefinden ausfüllen.

Blutdruck und Herzschlag

Der Blutdruck sank merklich, der Herzschlag verlangsamte sich, die Stimmung verbesserte sich. Die Wirkung setzt bereits nach fünf Minuten Betrachtung ein.

Quelle: Spektrum der Wissenschaft

Mehr Vielfalt, mehr Entspannung

Die positiven Wirkungen stiegen mit der Anzahl und Verschiedenheit der Lebewesen im Becken. Je mehr Arten zu sehen waren, desto länger blieben die Besucher stehen – und desto deutlicher fielen die Messwerte aus.

Besucherbeobachtungen bestätigten, dass Menschen im Durchschnitt länger vor der Ausstellung blieben, wenn diese die größte Anzahl an Meereslebewesen enthielt. Aus psychologischer Sicht könnte es sein, dass die größeren Mengen an Lebewesen ein größeres Maß an Interesse und Faszination hervorriefen und die Möglichkeit boten, sich vom Alltäglichen zu lösen.

Aus der Studie, Environment and Behavior

Aquarien sind Oasen der Ruhe

Während sich große öffentliche Aquarien in der Regel auf ihre Bildungsaufgabe konzentrieren, legt unsere Studie nahe, dass sie eine Reihe bisher unentdeckter Vorteile bieten könnten. In Zeiten von höherem Arbeitsstress und überfülltem Stadtleben können Aquarien vielleicht einspringen und eine Oase der Ruhe und Entspannung bieten.

Sabine Pahl, Universität Plymouth

Gut möglich, dass Aquarien bald zur Grundausstattung in Büros gehören. Auch hektische Orte wie Flughäfen oder Bahnhöfe würden von der beruhigenden Wirkung profitieren.

Ein Stück Natur in den eigenen vier Wänden

Die federführende Forscherin Deborah Cracknell fasst zusammen, dass die Unterwasserlandschaften einen positiven Effekt auf die Stimmung hatten – und dass auch für kleine Aquarien im eigenen Heim mehrfach ein beruhigender, stressmindernder Effekt gezeigt wurde.

Im Fazit der Studie heißt es, Aquarien könnten helfen, die Wahrnehmung des Wertes natürlicher Ökosysteme zu stärken und Naturschutzbemühungen zu unterstützen. Wer eigene Fische pflegt, interessiert sich messbar stärker für globalen Umweltschutz.

Quellen: Environment and Behavior und Daily Mail

Unsere Ergebnisse haben Verbesserungen für Gesundheit und Wohlbefinden in urbanen Umgebungen gezeigt und bieten eine spannende Möglichkeit für Menschen, die keinen Zugang zu grünen Umgebungen im Freien haben. Wir können einen Teil der Natur nach innen holen.

Dr. Mathew White, Umweltpsychologe, Exeter

Erfolgreich auch in der Therapie

Arztpraxen und Kliniken setzen auf den beruhigenden Effekt, um Ängste im Wartezimmer zu mindern. Auch in sozialen Einrichtungen hilft die Beobachtung von Fischen, Spannungen und Aggressionen abzubauen.

Quelle: my-fish.org

Aquarien mit Fischen werden zunehmend genutzt, um therapeutische oder pädagogische Ziele zu erreichen. Die Tiere schweben lautlos durch das Wasser, schnelle Bewegungen sind selten. Das wirkt auf viele Menschen beruhigend.

Prof. Dr. Dieter Steinhagen, Tierärztliche Hochschule Hannover

Fazit

Die Aquaristik ist mehr als ein Hobby unter vielen. Lebende Tiere zu pflegen lehrt Verantwortung, schafft Bewusstsein für biologische Zusammenhänge, stärkt den Umweltschutzgedanken und sorgt für Geselligkeit im Verein. Dass es dazu einen wissenschaftlich belegten Zusammenhang zwischen Aquarium und Gesundheit gibt, kommt hinzu. In den kommenden Jahren werden weitere Studien mehr Licht in dieses Feld bringen.