Rhinogobius cf. duospilus

  • Rhinogobius cf. duospilus, HERRE 1935

    Weißwangengrundel


    1. Herkunft

    China (z.B. Hong Kong, Hainan), Vietnam, Taiwan


    2. Größe

    ca. 4,5 cm


    3. Geschlechter

    M: bulliger, bunte Rückenflossen (Dorsale), rote Linien auf der Branchiostegalmembran (diese sieht man auch schon bei Jungtieren, die noch nicht ganz ausgefärbt sind)

    W: beige, olivefarben


    4. Wasserwerte

    Temperatur: Unbeheiztes Aquarium mit Temperaturen von 18-24°C. Auf gute Sauerstoffanreicherung achten.

    Härte: weich bis hart

    pH: neutral

    Diese Grundeln sind recht tolerant, was die Wasserchemie betrifft. Extreme, sowie mangelnde Hygiene sollten aber vermieden werden.


    5. Haltung

    Gruppe. Z.B. 2 Männchen mit 3 Weibchen.


    6. Vergesellschaftung

    Mit Fischen, die ebenfalls aus kühlen, strömungsreichen Gewässern stammen: Andere Grundeln (z.B. der Familie Sicydiinae), Bachschmerlen, Kardinälchen, Bärblinge, etc.


    7. Futter

    Frost- und Lebendfutter, wie rote und weiße Mückenlarven, Mysis, Tubifex usw. Kein Trockenfutter!


    8. Beckengröße und Einrichtung

    Becken ab 50cm. Weißwangengrundeln stammen aus kühleren, schnellfließenden Flüssen. Sie leben bodengebunden auf Steinen und Sand. Das sollte auch bei der Haltung berücksichtigt werden. Versteckplätze in Form von Steinen, Kieseln, Wurzeln, Pflanzen (auch wenn letztere in den Biotopen kaum vorzufinden sind) sollten ausreichend vorhanden sein. Flache Steine oder Tonuntersetzer auf Sand werden von den Männchen unterhöhlt und als Brutplätze verwendet. Eine mittlere bis starke Strömung sollte ebenfalls vorhanden sein. Hierfür eignen sich Strömungspumpen, welche im unteren Bereich des Aquariums angebracht werden. Es muss darauf geachtet werden, dass es auch strömungsarme Bereiche gibt, z.B. durch höhere Steine oder Wurzeln, an denen die Strömung sich bricht.


    9. Vermehrung

    Kühle, regelmäßige Wasserwechsel wirken sich positiv auf die Laichbereitschaft aus, sowie eine reichhaltige Fütterung. Das Männchen gräbt eine Höhle unter flachen Steinen, verschließt diese nach Eiablage und bewacht das Gelege ca. 10 Tage (bei 24°C). Das Gelege kann nach ca. 8 Tagen entnommen werden und in ein kleines Aufzuchtbecken mit einem Sprudelstein überführt werden (dafür am besten in einer Schüssel aus dem Aquarium heben, damit die Eier im Wasser bleiben). Der Sprudelstein sollte die Eier sanft bewegen und belüften. Nach Aufzehren des Dottersacks, fressen die Babys Artemia-Nauplien und Microwürmer.

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