Cleithracara maronii

  • Cleithracara maronii (STEINDACHNER, 1881)

    Maronibuntbarsch


    1. Herkunft

    Südamerika. Aus dem Rio Maroni in Französisch Guyana und Surinam. Aber auch in den meisten Flüssen Guyanas (z.B. Demerera Flusssystem), Surinams und des Orinoco Deltas in Venezuela

    2. Größe

    Männchen bis ca. 12 cm

    Weibchen bis ca. 8 cm

    3. Geschlechter

    Jungtiere lassen sich noch nicht unterscheiden. Adulte Männchen werden deutlich größer und bilden längere, sowie spitzere Rücken- und Aterflossen aus. Es empfiehlt sich, eine Gruppe von Jungfischen zu kaufen, aus der sich dann Paare finden können.

    4. Wasserwerte

    Temperaturen von 21-28°C. Sie Stammen aus Schwarzwasser mit geringer Härte sowie einem niedrigen pH Wert (bis 4,0). Im Aquarium erweisen sie sich aber als tolerant gegenüber härterem Wasser (bis 20 °dGH) und einem pH Wert bis 7,5.

    5. Haltung

    Paarweise (monogam) oder in ausreichend großen Aquarien ab 120 cm auch mehrere Paare, vorausgesetzt, das Aquarium ist gut strukturiert.

    6. Vergesellschaftung

    Im Allgemeinen gelten Maronibuntbarsche als sehr friedlich, dennoch können sie auch das Buntbarsch-typische, ruppige Verhalten zeigen, wenn sie sich in der Brutpflege befinden. Sie können mit den meisten Salmlern und sonstigen nicht zu kleinen Fischen vergesellschaftet werden, die die gleichen Ansprüche an Einrichtung und Wasserchemie stellen. Welse wie Panzer- oder Harnischwelse sind ebenso gut geeignet. Eine Liste von syntopen Fischen findet sich auf der englischsprachigen Seite Seriously Fish unter 'Habitat'. Es gibt zwei unabhängige Berichte, dass Marmorbeilbäuche (Carnegiella strigata) gebissen und getötet wurden, dies scheint aber eher die Ausnahme zu sein und ist auch vom Charakter der Maronibuntbarsche abhängig. Bei sehr kleinen, ruhigen Salmlern ist Vorsicht geboten.

    7. Futter

    Omnivor. Es ist auf eine abwechslungsreiche Ernährung bestehend aus Lebend-, Frost- und Trockenfutter zu achten. Sandiger Bodengrund und Detritus werden gelegentlich nach Futter durchgekaut (es wird aber nicht gewühlt), eine Laubschicht auf Sand und Mulm können das Nahrungsangebot also ein wenig erweitern.

    8. Beckengröße und Einrichtung

    Ab 100 cm Kantenlänge, besser mehr. Maronibuntbarsche stammen aus langsam fließenden Schwarzwasser Flüssen oder stehenden Gewässern mit Bernsteinfarbenem Wasser. Auf dem meist sandigen Boden befindet sich eine Schicht aus organischem Material wie Laub, Ästen oder Baumwurzeln. Pflanzen wie Cabomba (Haarnixe), Marsilea (Kleefarn) oder Pistia (Muschelblume) kommen im Biotop auch vereinzelt vor. Das Aquarium sollte also ebenfalls mit Wurzeln (Sichtbarrieren!), Pflanzen und Sand ausgestattet sein und gut strukturiert werden, damit unterlegene Tiere sich zurückziehen und verstecken können. Die Strömung sollte nicht zu stark sein. Laub ist von Vorteil, da hierdurch Huminsäuren ins Wasser eingebracht werden und sich hierauf besonders gut Aufwuchs bilden kann, welcher als Zusatznahrung für Nachwuchs und andere Aquarienbewohner dient. Schwarzwasser trägt zum Wohlbefinden und zur Widerstandskraft der Tiere bei, ist aber nicht zwingend notwendig. Es sollte auf sauberes Wasser und stabile Wasserwerte geachtet werden.

    9. Vermehrung

    Die Zucht gestaltet sich recht einfach, wenn sich ein Paar gefunden hat, welches gut ernährt und gepflegt wurde. Die Wasserchemie scheint keine all zu große Rolle zu spielen, es wird auch in härterem Wasser bei neutralem pH abgelaicht. Es handelt sich um Substratlaicher (Offenbrüter), bei denen sich die Eltern die Brutpflege über mehrere Monate teilen. Beide Elternteile verteidigen ihre Brut und das Territorium drumherum. Die Eier werden auf sorgfältig geputzten Oberflächen wie flachen Steinen, Wurzeln oder Aquarienscheiben, aber auch auf großblättrigen Pflanzen, abgelegt. Die Larven schlüpfen nach 2-3 Tagen und können sobald sie frei schwimmen mit Staubfutter, Artemia-Nauplien und Mikrowürmern gefüttert werden.

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