Blog-Artikel aus der Kategorie „Tierschutz“

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    Dr. Markus Baur ist Fachtierarzt für Reptilien und Leiter der Auffangstation für Reptilien, München. Anlässlich des Welt-Schlangentages 2018 sprach er mit uns über Schlangen und ihre Halter.


    Halten Sie privat Schlangen?

    Nein, ich halte privat Schildkröten und habe nur beruflich mit Schlangen zu tun.


    Wie viele Tiere leben aktuell in der Reptilienauffangstation?

    Im Moment haben wir in der Auffangstation etwa 1200 bis 1300 Tiere. Das sind vor allem Reptilien von der Eidechse über die Riesenschlange bis zum Alligator. Wir nehmen aber auch andere kleinere exotische Tiere wie Waschbären, Silberfüchse oder Affen auf, die wir zum Teil von Tierheimen übernehmen, mit denen wir kooperieren. Neben Schildkröten machen die Schlangen den größten Teil der

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    Der 16. Juli ist Weltschlangentag. Aktionen und Informationsveranstaltungen an diesem Tag sollen dazu beitragen Vorurteile gegen Schlangen abzubauen und ihren biologischen Nutzen betonen.

    Bei uns Deutschland gibt es nur wenige und nur harmlose Arten, die uns nur selten begegnen. Angeheizt durch die öffentliche Diskussion über die Haltung von "Exoten" und wiederholte Berichterstattung über entwichene oder ausgesetzt Tiere, vermuten Viele beim Anblick einer Schlange sofort, es mit einem fremdländischen Gefahrtier zu tun zu haben. Dabei kommt es immer wieder vor, das einheimische, streng geschützte Arten wie Ringelnattern von unkundigen Menschen getötet werden. Darum ist es wichtig, dass die allgemeine Kenntnis über einheimische Schlangen besser wird.

    Es

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    Das VDA-Referat NAT hat auf die Aufforderung des BMEL hin Ende Januar 2018 in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen seine Änderungsvorschläge zu der dem Verband aus dem BMEL vorgelegten Überarbeitung der Mindestanforderungen zur Haltung von Aquarienfischen aus dem Jahr 1998 eingeschickt. Die wesentlichen Punkte waren:

    • Definitionen und Begriffe: Einige Begriffe, die im derzeitigen Vorschlag des Gutachtens aufgeführt sind, sind ggf. missverständlich und bedürfen nach unserer Meinung einer teilweisen oder gründlicheren Überarbeitung. Der derzeitig vom BMEL vorgeschlagene Titel für das Gutachten beinhaltet mit der Verwendung des Begriffs „Süßwasserfische“ sinngemäß nicht nur die Haltung von Aquarien- oder Zierfischen (vgl. BMELV (1998). Mindestanforderungen an die

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    Die ersten Ergebnisse der EXOPET-Studie sind online. Diese Studie zielte auf die Situationsanalyse der Heimtierhaltung in Deutschland. Der VDA hat zusammen mit der DGHT und dem BNA als Halterverbände an der Studie mitgearbeitet. Ein Mitglied des VDA-Referat NAT war zudem externer Fachgutachter. Die ersten Ergebnisse finden sich hier.
    Nachtrag: Mittlerweile sind unter dem link auch die Ergebnisse für die Fische zugänglich. Ganz nach unter scrollen un die pdfs runterladen.

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    Europäische Molche und Salamander durch Pilz gefährdet.


    Am 31. Oktober 2014 erschien im Fachmagazin „Science“ eine Arbeit eines belgischen Wissenschaftsteams (), in der auf die Gefährdung der weltweiten Populationen von Molchen und Salamandern durch eine vermutlich aus Asien stammende Pilzart Batrachochytrium salamandrivorans hingewiesen wird.


    Diese Krankheit wurde erst von Kurzem entdeckt und wurde auch schon in frei lebenden Beständen von Feuersalamandern in den Niederlanden und Belgien nachgewiesen. Infektionsversuche an verschiedenen Amphibienarten gaben Hinweise auf die Gefährdung der unterschiedlichen Arten.


    Während die Krankheit bei einigen getesteten europäischen Molchen und Salamandern stets tödlich verlief, waren asiatische Arten, wie der bekannte Feuerbauchmolch,

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    Sind sogenannte "Sekundenkleber" giftig für Aquarientiere?


    Sekundenkleber werden heute auch gerne in Aquarien in kleinen Mengen dazu verwendet, um - zum Beispiel im Bereich des aqua-scaping - Einrichtungsgegenstände unter Wasser oder bei hoher Feuchte zu kleben. Dabei werden zum Bespiel Teile von Moosen oder anderen Pflanzen an die Dekoration geklebt. Diese Kleber eignen sich besonders dazu, da sie auch unter feuchten oder nassen Bedingungen sehr gut haften. Die Frage stellte sich nun in Sozialen Medien, ob diese Kleber für Aquarientiere giftig sind, zudem man ja den Begriff "Cyan-" mit so problematischen Stoffen wie "Cyankali" in Verbindung bringt.


    Chemisch sind Sekundenkleber so ähnlich aufgebaut, wie die in der Medizin seit langem (mehr als 40 Jahre) verwendeten Gewebekleber zum

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    Schwarzwasser - aus der Sicht der Fische


    von Dr. Stefan K. Hetz, Berlin (veröffentlicht in der DATZ 2005)


    Die weichen, teilweise extrem mineralarmen, durch Huminstoffe dunkelbraun gefärbten Gewässer aus Südamerika, Zentralafrika oder Asien kennt wohl jeder, der schon länger die Aquaristik etwas intensiver betreibt. Gerade im Zusammenhang mit Amazonien ist die Unterteilung der drei häufigsten Gewässertypen Weißwasser, Klarwasser und Schwarzwasser schon seit längerem bekannt und auch in der Aquaristik gut eingeführt (Born 1956, Geisler 1964). Fische aus dem letzteren dieser Gewässertypen, dem Schwarzwasser, erweisen sich, zumindest bei der Eingewöhnung, oft als etwas empfindlicher als andere Fische. Eine Erklärung dafür wurde immer damit begründet, dass sich die Fische im

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    Anerkennung bestimmter Zuchtformen von Aquarienfischen als Qualzuchten im Sinne von § 11b des Tierschutzgesetzes
    Der VDA schließt sich mit Beschluss vom 6. Mai 2006 der von der Deutschen Cichliden-Gesellschaft (DCG), der Deutschen Gesellschaft für Lebendgebärende Zahnkarpfen (DGLZ) und der Internationalen Gesellschaft für Regenbogenfische (IRG) in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband für fachgerechten Natur- und Artenschutz (BNA) erhobenen Forderung an, bestimmte Zuchtformen von Aquarienfischen als Qualzuchten im Sinne von § 11b des Tierschutzgesetzes anzuerkennen, damit der Handel mit diesen Fischen sowie ihre Zucht und Zurschaustellung künftig unter Verbot fallen.



    Zur Definition von Qualzuchten gemäß § 11b TierSchG
    Nach § 11b des Tierschutzgesetzes ist es verboten, Wirbeltiere zu

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    Die Beschäftigung mit der Natur durch die Pflege und Beobachtung der Tiere in einem Aquarium kann bei Kindern und Jugendlichen helfen, Verantwortung zu entwickeln und Empathie im Umgang mit Mensch und Tier aufzubauen. Die Beobachtung von faszinierenden Verhaltensweisen von Fischen in einem tierschutz- und biotopgerecht eingerichteten Aquarium fördert zudem das Interesse an der Natur und der Umwelt.


    Eine verantwortungsvolle Pflege einiger sehr kleiner Fischarten mit geringen Revier- und Platzansprüchen kann in gewissen Fällen (Nachzucht, Jungfischaufzucht) auch in kleineren Aquarien (ab 30, besser 50 Liter Volumen) stattfinden, setzt dann aber ein umfangreiches Wissen, eigenen Erfahrung oder die Anleitung durch einen erfahrenen Aquarianer voraus.


    Leider werden in letzter Zeit vermehrt

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    Der von der EU im November 2012 veröffentlichte Beschluss, aufgrund der Ergebnisse einer EFSA-Studie, den Import, den Handel, die Verbreitung und Weitergabe von Apfelschnecken der Gattung Pomacea in die EU und innerhalb der EU zu verbieten, betrifft auch die Aquarianer. Hier nun einige Hintergrundinformationen.


    Apfelschnecken der Gattung Pomacea sind, ursprünglich aus Südamerika stammend, weltweit verbreitete Arten, die in einigen Ländern absichtlich zum Zweck der Ernährung und der Freihaltung von Gewässern von Wasserpflanzen eingeführt wurden, sich in einigen asiatischen Ländern aber mittlerweile zu einer Plage entwickelt hatten (Hayes et al. 2008). Dazu gehört in Asien unter anderem die Art Pomacea diffusa, deren Verbreitung man dort dem Aquarienhandel zuschreibt.


    Viel mehr Schaden

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