Blog-Artikel aus der Kategorie „Artenschutz“

    Schwarzwasser - aus der Sicht der Fische


    von Dr. Stefan K. Hetz, Berlin (veröffentlicht in der DATZ 2005)


    Die weichen, teilweise extrem mineralarmen, durch Huminstoffe dunkelbraun gefärbten Gewässer aus Südamerika, Zentralafrika oder Asien kennt wohl jeder, der schon länger die Aquaristik etwas intensiver betreibt. Gerade im Zusammenhang mit Amazonien ist die Unterteilung der drei häufigsten Gewässertypen Weißwasser, Klarwasser und Schwarzwasser schon seit längerem bekannt und auch in der Aquaristik gut eingeführt (Born 1956, Geisler 1964). Fische aus dem letzteren dieser Gewässertypen, dem Schwarzwasser, erweisen sich, zumindest bei der Eingewöhnung, oft als etwas empfindlicher als andere Fische. Eine Erklärung dafür wurde immer damit begründet, dass sich die Fische im

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    Seit dem 1. Dezember 2014 wurde dem bekannten himmelblauen Zwerggecko, L. williamsi, ein Schutzstatus zugewiesen. Grund war und ist, dass nach wissenschaftlicher Meinung (Flecks et al. 2012) der Fortbestand der Art durch einen weiteren unkontrollierten Handel gefährdet ist. L. williamsi ist nur in einem relativ kleinen Gebiet in Ostafrika verbreitet.
    Der VDA hatte schon 2012 auf die Gefährdung hingewiesen und damit erreicht, dass einige Zoofachhändler freiwillig auf den Verkauf von Wildfängen verzichtet hatten. Die Art ist jedoch in der Terraristik mit ein wenig Sorgfalt problemlos zu halten und zu vermehren. Ebenfalls finden sich bereits Nachzuchten im Einzelhandel. Insofern ist die zukünftige Verbreitung in unserem Hobby durchaus gesichert. In Zukunft sind für Halter und Züchter

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    Die zu den Karpfenfischen gehörenden „Knabberfische“ oder „Kangalfische“ der Art Garra rufa (Rötliche Saugbarbe) leben unter anderem in der Türkei in Gewässern, die von der Bevölkerung und Touristen als Badegelegenheit genutzt werden (Jarvis 2011). Diese Fische neigen vor allem als Jungfische dazu, während der Futtersuche in Gruppen dauernd geeignete Gegenstände mit dem Maul abzusuchen, wozu auch in einigen Gewässern die Haut der Badegäste gehört (Sayili et al 2006). An einigen Badestellen mit besonderen physikalisch-chemischen Gegebenheiten, die für die Behandlung von Schuppenflechte (Psoriasis) ausgewiesen waren, berichteten Patienten anekdotisch von einer Linderung oder Heilung dieser Krankheit nach dem Beknabbern der Haut und der damit verbundenen Entfernung der Hautschuppen

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    Im Internationalen Zoo-Jahrbuch des Jahres 2013 beschäftigt sich der Wissenschaftler, Systematiker und Kenner der südamerikanischer Fischfauna, Professor Roberto Esser dos Reis von der Universität Rio Grande do Sul in Brasilien mit der Gefährdung der Südamerikanischen Fischfauna (Reis 2013). Professor Reis ist Mitglied der weltweiten „Freshwater Fish Specialist Group“ sowie der „Species Survival Commission“. Die „International Union for Conservation of Nature“ (IUCN), das größte Global arbeitende Natur- und Artenschutznetzwerk, berät er in biologischen Fragen beim Schutz gefährdeter Fischarten.


    Prof. Reis geht in seinem Artikel auf die Gefährdung der nach neueren Schätzungen 6000 bis 8000 Arten an Süßwasserfischen ein. Diese Fischarten leben in den

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    In meiner Jugend gehörte das im Bild zu sehende leicht süßlich riechende Drüsige Springkraut an den Flüssen in Oberfranken zum gewohneten Bild. Jedes Jahr spross es nach der Schneeschmelze aus den Kiesflächen am Ufer und vermehrte sich so rasch, dass es weite Bereiche besiedelte. Sumpfbiber (Nutria) findet man im Osten von Deutschland nicht selten, entkommen oder befreit aus Pelztierzuchten. Sumpfschildkröten sah ich in Berlin beim Beobachten von Erbsenmuscheln in den Teichen im Tiergarten. Fallopia, der japanische Knöterich kommt häufig vor, den Götterbaum kenne ich gut, weil Raupen von Samia cynthia daran fressen, Ambrosia-Pollen ist allergen. Und die Siebenpunkt-Marienkäfer meiner Kindheit werden offenbar auch selten. Dafür gibt es seit ungefähr 15 Jahren in Europa den

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    Alle Jahre wieder … werden leider auch leichtfertig und unbedacht Tiere gekauft, von denen einige - oft schon wenige Wochen nach den Feiertagen - im Tierheim landen können. Besonders unbedacht und für das Tier ungeeignet ist es, Personen mit einem Haustier als Geschenk zu überraschen!


    Der VDA weist darauf hin, dass vor jedem Kauf eines Haustiers, ob es nun Wirbellose, Fische, Lurche oder Kriechtiere sind, in jedem Fall eine ausführliche Beratung über die Unterbringung und die Bedürfnisse der jeweiligen Tierart notwendig ist. Das kann besonders bei einem Haustier als Überraschungsgeschenk in den allermeisten Fällen nicht gewährleistet werden.


    Nur durch eine umfassende Beratung und Information kann gewährleistet werden, dass das Zusammenleben mit dem Tier werfolgreich wird und keine

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