VDA-Referat NAT

Themen rund um den Natur-, Arten- und Tierschutz beim VDA

    Das VDA-Referat NAT hat auf die Aufforderung des BMEL hin Ende Januar 2018 in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen seine Änderungsvorschläge zu der dem Verband aus dem BMEL vorgelegten Überarbeitung der Mindestanforderungen zur Haltung von Aquarienfischen aus dem Jahr 1998 eingeschickt. Die wesentlichen Punkte waren:

    • Definitionen und Begriffe: Einige Begriffe, die im derzeitigen Vorschlag des Gutachtens aufgeführt sind, sind ggf. missverständlich und bedürfen nach unserer Meinung einer teilweisen oder gründlicheren Überarbeitung. Der derzeitig vom BMEL vorgeschlagene Titel für das Gutachten beinhaltet mit der Verwendung des Begriffs „Süßwasserfische“ sinngemäß nicht nur die Haltung von Aquarien- oder Zierfischen (vgl. BMELV (1998). Mindestanforderungen an die

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    Die ersten Ergebnisse der EXOPET-Studie sind online. Diese Studie zielte auf die Situationsanalyse der Heimtierhaltung in Deutschland. Der VDA hat zusammen mit der DGHT und dem BNA als Halterverbände an der Studie mitgearbeitet. Ein Mitglied des VDA-Referat NAT war zudem externer Fachgutachter. Die ersten Ergebnisse finden sich hier.
    Nachtrag: Mittlerweile sind unter dem link auch die Ergebnisse für die Fische zugänglich. Ganz nach unter scrollen un die pdfs runterladen.

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    Europäische Molche und Salamander durch Pilz gefährdet.


    Am 31. Oktober 2014 erschien im Fachmagazin „Science“ eine Arbeit eines belgischen Wissenschaftsteams (), in der auf die Gefährdung der weltweiten Populationen von Molchen und Salamandern durch eine vermutlich aus Asien stammende Pilzart Batrachochytrium salamandrivorans hingewiesen wird.


    Diese Krankheit wurde erst von Kurzem entdeckt und wurde auch schon in frei lebenden Beständen von Feuersalamandern in den Niederlanden und Belgien nachgewiesen. Infektionsversuche an verschiedenen Amphibienarten gaben Hinweise auf die Gefährdung der unterschiedlichen Arten.


    Während die Krankheit bei einigen getesteten europäischen Molchen und Salamandern stets tödlich verlief, waren asiatische Arten, wie der bekannte Feuerbauchmolch,

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    Sind sogenannte "Sekundenkleber" giftig für Aquarientiere?


    Sekundenkleber werden heute auch gerne in Aquarien in kleinen Mengen dazu verwendet, um - zum Beispiel im Bereich des aqua-scaping - Einrichtungsgegenstände unter Wasser oder bei hoher Feuchte zu kleben. Dabei werden zum Bespiel Teile von Moosen oder anderen Pflanzen an die Dekoration geklebt. Diese Kleber eignen sich besonders dazu, da sie auch unter feuchten oder nassen Bedingungen sehr gut haften. Die Frage stellte sich nun in Sozialen Medien, ob diese Kleber für Aquarientiere giftig sind, zudem man ja den Begriff "Cyan-" mit so problematischen Stoffen wie "Cyankali" in Verbindung bringt.


    Chemisch sind Sekundenkleber so ähnlich aufgebaut, wie die in der Medizin seit langem (mehr als 40 Jahre) verwendeten Gewebekleber zum

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    Schwarzwasser - aus der Sicht der Fische


    von Dr. Stefan K. Hetz, Berlin (veröffentlicht in der DATZ 2005)


    Die weichen, teilweise extrem mineralarmen, durch Huminstoffe dunkelbraun gefärbten Gewässer aus Südamerika, Zentralafrika oder Asien kennt wohl jeder, der schon länger die Aquaristik etwas intensiver betreibt. Gerade im Zusammenhang mit Amazonien ist die Unterteilung der drei häufigsten Gewässertypen Weißwasser, Klarwasser und Schwarzwasser schon seit längerem bekannt und auch in der Aquaristik gut eingeführt (Born 1956, Geisler 1964). Fische aus dem letzteren dieser Gewässertypen, dem Schwarzwasser, erweisen sich, zumindest bei der Eingewöhnung, oft als etwas empfindlicher als andere Fische. Eine Erklärung dafür wurde immer damit begründet, dass sich die Fische im

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    Anerkennung bestimmter Zuchtformen von Aquarienfischen als Qualzuchten im Sinne von § 11b des Tierschutzgesetzes
    Der VDA schließt sich mit Beschluss vom 6. Mai 2006 der von der Deutschen Cichliden-Gesellschaft (DCG), der Deutschen Gesellschaft für Lebendgebärende Zahnkarpfen (DGLZ) und der Internationalen Gesellschaft für Regenbogenfische (IRG) in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband für fachgerechten Natur- und Artenschutz (BNA) erhobenen Forderung an, bestimmte Zuchtformen von Aquarienfischen als Qualzuchten im Sinne von § 11b des Tierschutzgesetzes anzuerkennen, damit der Handel mit diesen Fischen sowie ihre Zucht und Zurschaustellung künftig unter Verbot fallen.



    Zur Definition von Qualzuchten gemäß § 11b TierSchG
    Nach § 11b des Tierschutzgesetzes ist es verboten, Wirbeltiere zu

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    Seit dem 1. Dezember 2014 wurde dem bekannten himmelblauen Zwerggecko, L. williamsi, ein Schutzstatus zugewiesen. Grund war und ist, dass nach wissenschaftlicher Meinung (Flecks et al. 2012) der Fortbestand der Art durch einen weiteren unkontrollierten Handel gefährdet ist. L. williamsi ist nur in einem relativ kleinen Gebiet in Ostafrika verbreitet.
    Der VDA hatte schon 2012 auf die Gefährdung hingewiesen und damit erreicht, dass einige Zoofachhändler freiwillig auf den Verkauf von Wildfängen verzichtet hatten. Die Art ist jedoch in der Terraristik mit ein wenig Sorgfalt problemlos zu halten und zu vermehren. Ebenfalls finden sich bereits Nachzuchten im Einzelhandel. Insofern ist die zukünftige Verbreitung in unserem Hobby durchaus gesichert. In Zukunft sind für Halter und Züchter

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    Die zu den Karpfenfischen gehörenden „Knabberfische“ oder „Kangalfische“ der Art Garra rufa (Rötliche Saugbarbe) leben unter anderem in der Türkei in Gewässern, die von der Bevölkerung und Touristen als Badegelegenheit genutzt werden (Jarvis 2011). Diese Fische neigen vor allem als Jungfische dazu, während der Futtersuche in Gruppen dauernd geeignete Gegenstände mit dem Maul abzusuchen, wozu auch in einigen Gewässern die Haut der Badegäste gehört (Sayili et al 2006). An einigen Badestellen mit besonderen physikalisch-chemischen Gegebenheiten, die für die Behandlung von Schuppenflechte (Psoriasis) ausgewiesen waren, berichteten Patienten anekdotisch von einer Linderung oder Heilung dieser Krankheit nach dem Beknabbern der Haut und der damit verbundenen Entfernung der Hautschuppen

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    Im Internationalen Zoo-Jahrbuch des Jahres 2013 beschäftigt sich der Wissenschaftler, Systematiker und Kenner der südamerikanischer Fischfauna, Professor Roberto Esser dos Reis von der Universität Rio Grande do Sul in Brasilien mit der Gefährdung der Südamerikanischen Fischfauna (Reis 2013). Professor Reis ist Mitglied der weltweiten „Freshwater Fish Specialist Group“ sowie der „Species Survival Commission“. Die „International Union for Conservation of Nature“ (IUCN), das größte Global arbeitende Natur- und Artenschutznetzwerk, berät er in biologischen Fragen beim Schutz gefährdeter Fischarten.


    Prof. Reis geht in seinem Artikel auf die Gefährdung der nach neueren Schätzungen 6000 bis 8000 Arten an Süßwasserfischen ein. Diese Fischarten leben in den

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    Die Beschäftigung mit der Natur durch die Pflege und Beobachtung der Tiere in einem Aquarium kann bei Kindern und Jugendlichen helfen, Verantwortung zu entwickeln und Empathie im Umgang mit Mensch und Tier aufzubauen. Die Beobachtung von faszinierenden Verhaltensweisen von Fischen in einem tierschutz- und biotopgerecht eingerichteten Aquarium fördert zudem das Interesse an der Natur und der Umwelt.


    Eine verantwortungsvolle Pflege einiger sehr kleiner Fischarten mit geringen Revier- und Platzansprüchen kann in gewissen Fällen (Nachzucht, Jungfischaufzucht) auch in kleineren Aquarien (ab 30, besser 50 Liter Volumen) stattfinden, setzt dann aber ein umfangreiches Wissen, eigenen Erfahrung oder die Anleitung durch einen erfahrenen Aquarianer voraus.


    Leider werden in letzter Zeit vermehrt

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