Fischtransport und erste Probleme

Fischtransport So transportiert man Fische. Aquarienfische transportiert man in Plastikbeuteln, die ein Drittel Wasser und zwei Drittel Luft enthalten. Dabei ist die Wassermenge zweitrangig - aber Sauerstoff muss reichlich vorhanden sein. Das durch den Transport bedingte leichte Schütteln schadet normalerweise nicht, sondern reichert das Wasser mit Sauerstoff an. Wer längere Zeit mit der Tüte unterwegs ist, sollte sie zwar warm halten, sich aber nicht ängstigen: Aquarienfische werden in nicht unbeträchtlicher Stückzahl in Plastikbeuteln verschickt und halten - richtige Vorbereitung vorausgesetzt - durchaus 24 Stunden und länger darin aus.

Ein vorübergehender Temperaturabfall bis auf etwa 20° C schadet den meisten Exoten ebenfalls nicht, wenn man die Temperatur des Transportwassers später allmählich an die Aquarientemperatur angleicht. Zu diesem Zweck hängt man den ungeöffneten Beutel zunächst einmal eine Viertelstunde in das Aquarium, bevor der große Augenblick kommt: Die Fische werden "trocken" eingesetzt - man fischt sie also mit der Hand aus dem Beutel oder gießt den Beutelinhalt durch einen Kescher. Das vorsichtige Berühren mit nassen Händen schadet den Fischen nicht und als Aquarianer kann man sich an glitschige, zappelnde Tiere nicht schnell genug gewöhnen.





Erste Probleme

Leider schleppt man sich mit neu gekauften Fischen, die durch den Transport und das Umsetzen geschwächt sind - vor allem wenn sie in ein neu eingerichtetes Aquarium kommen - häufig einen Fischparasiten ein, der in Form kleiner weißer, grießkornartiger Pünktchen auf der Haut und an den Flossen der Fische deutlich sichtbar ist. Wir sprechen von einer Ichthyophthirius-Erkrankung, die zwar schnell auf andere Fische übergreift, glücklicherweise aber eine der wenigen Krankheiten ist, die man problemlos behandeln und heilen kann. Der Zoofachhandel bietet entsprechende Mittel, die alle recht verlässlich wirken und gewährleisten, dass man so gut wie kein Tier verliert, wenn man die Krankheit rechtzeitig entdeckt.


Ichthyo Dieser Erdfresser (Geophagus) ist mit Ichthyo-Parasiten übersät. Da diese Krankheit häufiger auftritt, wenn die Aquarienbedingungen nicht optimal sind, die Fische aus irgendwelchen Gründen einen Temperaturabfall über sich ergehen lassen mussten oder wenn neue Fische zugesetzt werden, ist es angeraten, stets ein Ichthyo-Mittel im Hause zu haben, um gegebenenfalls handeln zu können. Von einer regelmäßigen, vorbeugenden Verabreichung von Medikamenten ist dagegen abzuraten. Bei der Anwendung der meisten Ichthyo-Mittel darf übrigens der Filter nicht weiterlaufen, man muss das Aquarium aber auf jeden Fall stark durchlüften. Hat man keine Luftpumpe angeschafft, muss man also ein Medikament wählen, das trotz der Filterung wirkt. Als Notlösung kann man aber auch die Pumpe ohne Filtermaterial oder wenigstens mit frisch gereinigtem Filtermaterial weiterlaufen lassen. Ach ja, ein für mehrere Tage abgestellter, "schmutziger" Filter darf keinesfalls ohne vorherige Reinigung wieder in Betrieb genommen werden!




Text: Uwe Werner